Die heutige Karl-Liebknecht-Straße hieß in der Weimarer Republik (1919-1933) schlicht Südstraße. Im 3. Reich machte man sie zur Adolf-Hitler-Straße und als sie nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands im 2. Weltkrieg ihren heutigen Namen erhielt, war das Gebäude mit der Hausnummer 46 ausgebombt. In dieser Lücke errichtete man Ende der 40er Jahre einen Holzpavillon für die Nationale Front – einem überparteilichen Zusammenschluss der SED mit den sogenannten Blockparteien der DDR. Er diente als sozialpolitisches Zentrum und wurde für politische Versammlungen, Aufklärungsveranstaltungen oder für Sitzungen der Stadtbezirksparteiorganisationen oder die Sprechstunden des Abschnittsbevollmächtigten (ABV) genutzt. Als buchstäblicher Brennpunkt der Geschichte ging das hölzerne Gebäude jedoch während des Aufstandes am 17. Juni 1953 in Flammen auf. In dem dann errichteten und bis zum heutigen Tag erhaltenen Steinbau wurden in den 60er und 70er Jahren auch Tanzstunden gehalten und Filme gezeigt. Das “Kulturhaus der Nationalen Front” wurde Ort der Stadtteilkultur, die jedoch Ende der 70er Jahre in ihrer Quantität nicht mehr ausreichte, um das Haus zu füllen. ...weniger
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