Dacapo (auch :dacapo:), Kurzfassung des Namens der Bremer Kulturinstitution 'Dacapo gemeinnützige Konzertgesellschaft m.b.H.' Die Bremer Konzertgesellschaft :dacapo: widmete sich unter der Leitung von Ingo Ahmels zeitgenössischer Musik im umfassenden Sinne. Sie konnte, zuletzt im Bremer Übersee-Museum, der Kunsthalle, dem Schauspielhaus, dem Institut Français und im Blockland, seit 1985 über 500 Konzerte, multimediale Projekte, wissenschaftliche Tagungen, öffentliche Kunst-Aktionen, Kurse u.v.m. durchführen. Inhaltlich ist das »Abenteuer Gegenwart« thematisiert, denn :dacapo:-Konzerte sollen zeitgenössische Musik im umfassenden Sinne erlebbar machen. Neben neuer abendländischer E-Musik stehen daher konsequent neuer Jazz, improvisierte Musik und ebenso die Musikkulturen und -traditionen der Welt auf der Tagesordnung. Ein Kontinuum von bis zu 35 jährlichen :dacapo:-Konzerten widerspiegelte lebendige Musik unserer Gegenwart ? in all ihrer vielfältigen, abenteuerlichen und oft widersprüchlichen Schönheit. Im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten, in denen ausschließlich zeitgenössische Musik live gehört wurde, ist vielen heutigen Menschen die Musikkunst ihrer eigenen Zeit kaum je bewusst zu Ohren gekommen, obwohl doch »Alles und Jedes jederzeit verfügbar« zu sein scheint. Mit dem Selbstverständnis einer gemeinnützigen Bildungseinrichtung führt :dacapo: nach Kräften Utopien vor die Sinne seines Live-Publikums. :dacapo: transportiert und exemplifiziert mit dieser besonderen Programmatik Kreativität, innovatives Denken, Experiment und Offenheit für Neues, Andersartiges, Fremdes, bisweilen sogar Abwegiges.
1985 gegründet als Konzertverein und seit 1992 in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH aktiv, organisierte :dacapo: von Anbeginn »mehr als bloss Konzertveranstaltungen« und konnte sich in von 1986 bis 2001 aus dem Kulturetat des Bremer Senats unterstützten Veranstaltungen und Projekten zu einem international bekannten Grundversorger des Bremer Musiklebens und einer ersten Anlaufadresse für Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt entwickeln. Seit 2002 durchlief :dacapo: einen mittlerweile abgeschlossenen Reorganisationsprozess und teilte sich in drei Bereiche auf: 1.) Die professionelle Musiktheatergruppe :ensemble dacapo:, 2.) den ehrenamtlich betriebenen Archiv- und Labelbereich d'c records, 3.) die seit 1985 bestehende, z.Zt. pausierende Konzertreihe, die bislang fast 2000 Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt Auftritte in Konzert-, Museums-, Galerie-, Tonstudio-, TV- und Theaterkontexten verschaffen konnte. Dieses ist im Wesentlichen Ergebnis wenig vorausschauender Entscheidungen von Kulturpolitiker(innen) der seit einem Jahrzehnt das kleinste Bundesland beherrschenden Großen Koalition, die trotz massiver internationaler Proteste der renommierten Einrichtung ab 2002 nur noch derart geringe Mittel zur Verfügung stellen wollten, dass das erreichte Niveau nicht zu halten gewesen wäre. Der Gründer, künstlerische Leiter und Geschäftsfüher :dacapo:s widmete sich seither einem mehrjährigen Forschungsprojekt über Werk und Leben des Pianisten, Komponisten und bedeutenden Rundfunkmannes Hans Otte (*1926) [vgl. Wikipedia-Artikel], das in die Ende 2006 bei Schott Musik International erschienene Publikation Ingo Ahmels (Verf.) - Hans Otte Klang der Klänge / Sound of Sounds (Buch+DVD+CD) mündete. Die Wiederaufnahme des Konzertbereiches von :dacapo: steht bevor. ...weniger
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