Tat<w>ort
Polizisten erzählen
Szenische Lesungen
„All diese Geschichten sind Realität, Fakten, mit denen Polizistinnen und Polizisten jeden Tag fertig werden, sie verarbeiten und neuen Mut entwickeln müssen.
Dass wir in diesem Land mehr...
Tat<w>ort
Polizisten erzählen
Szenische Lesungen
„All diese Geschichten sind Realität, Fakten, mit denen Polizistinnen und Polizisten jeden Tag fertig werden, sie verarbeiten und neuen Mut entwickeln müssen.
Dass wir in diesem Land ruhig schlafen können, verdanken wir solchen Polizeibeamten, wie sie in diesem Buch auftauchen. Für einen kurzen Augenblick gewähren sie uns Einblick in das, was sie, auch um unsretwillen, riskieren und ertragen.
Die Wahrheit ist immer die größte Geschichte.“
(Maria Furtwängler, Auszug aus ihrem Vorwort für das Buch „Jeden Tag den Tod vor Augen“, erschienen im Piper-Verlag)
Wir kennen sie aus dem Fernsehen: die cleveren Ermittler, telegene Übermenschen, die mühelos einen Fall nach dem anderen lösen. Mit den Polizeibeamten, denen wir tatsächlich begegnen, verbinden wir dagegen eher unangenehme Assoziationen –Verkehrskontrollen, Strafzettel und Ermahnungen jeder Art – und gehen ihnen aus dem Weg.
Wenig wissen wir über die Vielfalt der Aufgaben, denen sie sich täglich stellen; nichts darüber, wie es ihnen ergeht, wenn sie etwa in einer verwahrlosten Wohnung ein verhungertes Kind finden; oder wenn sie einer Ehefrau mitteilen müssen, dass ihr Mann sich vor den Zug geworfen hat.
„Werde ich von den Toten, den Lebenden, den Leidenden, den Verbrechern gefragt, ob sie sich in mein Leben einmischen dürfen? Nein, aber sie dürfen das. Dafür bin ich da. Nur in meinen Träumen und Gedanken haben sie nichts zu suchen. Doch das ist leichter gesagt als getan: den Dienst mit der Uniformjacke an den Haken im Umkleideraum des Polizeireviers zu hängen.“
Volker Uhl, Kriminalhauptkommissar in Freiburg, begann daher, sich das Erlebte von der Seele zu schreiben. So entstand 2002 die Idee für ein Internetportal „www.polizei-poeten.de“, auf dem er Polizeibeamte einlädt, ihre Erlebnisse zu schildern. Heute sind es rund 180 Autoren, die dort ihre Geschichten vorstellen; vier Bücher mit Erzählungen sind im Piper-Verlag erschienen.
Mit entwaffnender Offenheit und erzählerischer Gewandtheit gewähren sie dem Leser einen Blick in ihren Alltag und unter die grüne Haut.
Initiiert durch einen der Autoren, den Nürnberger Polizeioberkommissar Elmar Heer, der in Amberg geboren und aufgewachsen ist, inszenieren der Theaterschauspieler und Regisseur Andreas Stock und Christiane Neukirch, Mitarbeiterin des Bayerischen Rundfunks, eine szenische Lesungen. Den Zuhörer erwarten spannende, erschütternde, aber auch erheiternde Realitäten, verfasst von Polizisten und Polizistinnen, die es wagen, Einblick in ihre Gedanken und ihr Seelenleben zu gewähren.
Szenische Lesung am 17.03.2010/19.30 Uhr, Amberg, Club Habana, Georgenstraße
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