Carolina Eyck Theremin
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Cornelius Meister Leitung
Programm:
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93
Andrew Norman (*1979)
Konzert für Theremin und Orchester (Uraufführung eines Auftragswerkes)
Igor Strawinsky (1881-1945)
»Le sacre du printemps«
19.15 Uhr Konzerteinführung mit Raphael Rösler
Das Theremin ist wahrlich ein Exot unter den Musikinstrumenten. Seine großen Auftritte erlebte es vor allem in der Filmmusik. Dmitri Schostakowitsch brachte es bereits 1931 für den sow jetischen Film »Odna« zum Einsatz. In Hollywood wurde das Instrument mit dem sonderbar sphärischen Ton sehr beliebt. Berühmte Beispiele sind »The Lost Weekend« aus dem Jahr 1945 und später die Tim-Burton-Produktion »Charlie und die Schokoladenfabrik« von 2005. Ein Beispiel aus der Neuen Musik unserer Tage ist das Ballett »Die kleine Meerjungfrau« von der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach. Das 1919 erfundene elektronische Instrument hat einen gesangsähnlichen Klang und benötigt nicht wenig Platz. Es produziert ein Magnetfeld, und wenn sich ein Mensch darin bewegt, verändert es die Frequenz der elektromagnetischen Wellen. Darauf reagieren die Antennen, die an einen Klanggenerator angeschlossen sind. Über eine Antenne kann die Tonhöhe reguliert werden, mit der linken über den waagerechten Antennenring die Lautstärke. Der 1979 geborene Komponist Andrew Norman nun hat sogar ein Konzert für Theremin und Orchester geschrieben, das die Theremin-Virtuosin Carolina Eyck, begleitet vom Philharmonischen Orchester Heidelberg unter Leitung von Cornelius Meister, zur Uraufführung bringt. Nicht weniger rhythmisch als hier geht es auch in Igor Strawinskys »Le sacre du printemps« zu, das bei seiner Uraufführung einst einen Skandal ausgelöst hatte. Versöhnlicher, aber nicht minder revolutionär ist das dritte Werk des Abends: Beethovens frische und mit viel Ironie gespickte 8. Symphonie F-Dur op. 93.
Foto: Mark Lehmann (...weniger)