Ich schließe die Augen. Ich höre kindlich anmutende Stimmen, ein Klavier, Glockenspiel, hypnotische Beats und Geräusche, die ich nicht zuordnen kann. Ich meine mich an einem fernen Ort. Einem wundersamen Universum. Phantastische Tiere gibt es hier und Pflanzen die sich auf der Erde entlang schlängeln und prachtvolle Blüten gen Himmel strecken. Vielleicht ist es früher Morgen, die Sonne beginnt gerade aufzusteigen und erste Strahlen werfen sanftes Licht auf meine verzauberten Ohren. Vielleicht ist der Ort, an den mich die sphärische Musik der Schwestern Sierra und Bianca bringt, aber auch zeitlos.
Fest steht das es CocoRosie mit ihrem vierten Album "Grey Oceans" wieder einmal schaffen den Hörer, mit ihrer phantasievollen Interpretation ihrer geheimnisvollen Zauberwelt, zu betören. Aufgenommen in den Großstädten dieser Welt, ist "Grey Oceans" etwas gradliniger als die Vorgänger, hat aber in keinster Weise die kindliche Naivität, das verspielte verloren.
Der französische Jazzpianist Gaël Rakotondrabe war maßgeblich beteiligt an der Entstehung des Albums. Kontinuierlich aber unaufdringlich ertönen die Klänge seines Pianos, er ist fortan ein vollwertiges Mitglied der Band. Hörte man früher noch Hip Hop Elemente, stehen jetzt elektronischen Beats und spirituelle Gesänge neben Jazz und Bossa Nova-Elementen.
Weird-Folk, spiritueller Pop, man kann es nennen wie man will. Wer über ein bisschen Phantasie verfügt und ein Ohr hat für alles Jenseits vom Herkömmlichen wird eine Reise ins CocoRosie Land nicht bereuen.
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Live sind sie auf jeden Fall ein Erlebniß: angemalte Schnurrbärte, unzählige Instrumente auf der Bühne verteilt und Videoprojektionen, zu erleben beim einzigen Berlin Konzert am 18. Mai im Admiralspalast in Berlin
http://www.myspace.com/cocorosie
